VORSTELLUNGS-TERMINE
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23.01.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
98584 Ehingen-Berg | 19:00 Uhr
Landgasthof & Hotel Zur Rose

24.01.2026 |
Ein Clown entdeckt die Welt
Familienprogramm
72160 Horb am Neckar | 15:00 Uhr
Kulturhaus Kloster


30.01.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72474 Winterlingen | 19:00 Uhr

Hotel-Gasthof Sternen

07.02.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72474 Winterlingen | 19:00 Uhr

Hotel-Gasthof Sternen


13.02.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72764 Reutlingen| 19:00 Uhr

Alter Gewölbekeller 

14.02.2026
|
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
71254 Diezingen | 19:00 Uhr
Best Western Plazahotel Stuttgart-Ditzingen

15.02.2026 |
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
70596 Stuttgart | 19:00 Uhr 
Kulinarium an der Glems

27.02.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
78462 Konstanz | 19:00 Uhr

Konzil Konstanz


28.02.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner

78166 Donaueschingen | 19:00 Uhr
Spiegelsaal Schützen


06.03.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
73098 Göppingen | 19:00 Uhr
zum roten Ochsen


08.03.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79848 Bonndorf- Holzschlag | 17:00 Uhr!
Gasthaus Krone Holzschlag

13.03.2026
|
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79618 
Rheinfelden | 19:00 Uhr
Schloss Beuggen

14.03.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79112 Freiburg-Munzingen
Schloss Reinach

20.03.2026
|
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
71034 Böblingen  19:00 Uhr
V8 Hotel

21.03.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72181 Trochtelfingen
Hotel Restaurant Rössle

10.04.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72764 Reutlingen| 19:00 Uhr
 
Alter Gewölbekeller


12.04.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
78462 Konstanz | 17:00 Uhr!
Konzil Konstanz

17.04.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
76532 Baden Baden | 19:00 Uhr
BIO Weingut Maier

18.04.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72181 Trochtelfingen
Hotel Restaurant Rössle


24.04.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79618 Rheinfelden | 19:00 Uhr
Schloss Beuggen

25.04.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79856 Hinterzarten | 19:00 Uhr
Henslerhof

08.05.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
73054 Eislingen | 19:00 Uhr
Kitchen Filstal


29.05.2026
|
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79539 Lörrach

Hotel Stadt Lörrach

30.05.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N. | 18:00 Uhr
Halle 16


27.06.2026 | Tödliche Vergangenheit

Krimi-Dinner
79650 Schopfheim | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Löwen


19.06.2026 | DER ENTAKLEMMER
12. THEATERSOMMER
78727 Oberndorf | wird noch bekannt gegeben
Klosterhof

26.06.2026 | DER ENTAKLEMMER
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz-Fischingen | 19:00 Uhr
Domäne Wehrstein

12.07.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72189 Vöhringen | Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
Rondell, bei Regen Tonauhalle

12.07.2026 | DER ENTAKLEMMER
12. THEATERSOMMER
72189 Vöhringen | Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
Rondell, bei Regen Tonauhalle


18.07.2026
 | MOMO  
PREMIERE
12. THEATERSOMMER
72160 Horb am Neckar | 18:00 Uhr
Marktplatz

19.07.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
72160 Horb am Neckar | 18:00 Uhr
Marktplatz

01.08.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
68723 Schwetzingen | 19:00 Uhr

Welde Brauhaus

22.08.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
72160 Horb-Hohen Dießen  | 18:00 Uhr
Burgruine
Bei Regen: Beim Gemeindesaal

28.08.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 20:00 Uhr
Schlosshof

29.08.2026
 | MOMO

12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 20:00 Uhr
Schlosshof

30.08.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 16:00 Uhr
Schlossgarten

25.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
98584 Ehingen-Berg | 19:00 Uhr
Landgasthof & Hotel Zur Rose


26.09.2026 | Der Grüffelo
BÜCHERMARKT Horb
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72160 Horb a.N.| 14:00 Uhr
Flößerwasen,
bei Regen im Kulturhaus Kloster Horb

20.11.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79539  Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach



16.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79539  Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach

das chamaeleon THEATERWELTEN
Horb
Blumenmädchen wird zur Aristokratin der Sprache

Valentina Sadiku macht Persönlichkeitsveränderung glaubhaft

Südwest-Presse Horb 12.07.2016
von Hans - Michael Greiß

Mit einem Kammerspiel den Horber Marktplatz zu füllen gelang Dorothee Jakubowski und ihrem Ensemble der „das Camäleon-Theaterwelten“ mit ihrer Inszenierung der Shaw-Komödie „Pygmalion“ in eindrucksvoller Weise.

Das 2. Horber Sommertheater stellte sie unter das Motto „Wortzauber“, um die Macht und Wirkung der Sprache zu verdeutlichen. Kaum ein anderes Stück macht diesen Zauber so deutlich sichtbar, mit Sprecherziehung verwandelt der egomanische Professor Higgins das Blumenmädchen Eliza in eine Herzogin, ohne zu bedenken, welche Persönlichkeitsveränderung mit dieser Sprachaneignung einhergeht.

Am Freitagabend blieb die Aufführung von Wetterkapriolen verschont, in blankgeputzten Kristallgläsern perlte und funkelte in der Abendsonne der Cremant, mit dem sich die die Besucher in den Theaterabend einstimmten.

Trotz der Wärme verspürten die Zuschauer sogleich das Frösteln der Darsteller, die unter ihren Schirmen Schutz vor dem niederprasselnden Londoner Regen suchten und vergeblich ein Taxi aufzutreiben trachteten. In dieser aufgebrachten Stimmung mühte sich das Blumenmädchen Eliza Doolittle (Valentina Sadiku) redlich, mit unentwegtem Wortschwall ihre Blumen zu verkaufen, bis der Phonetikprofessor Higgins (Andreas Schnell) mit seinen Aufzeichnungen und Zuordnungen der Redenden Aufsehen erregte. Mit dem aus Indien zurückgekehrten Oberst Pikkering (Swen Richter)wettete Higgins, „eine Herzogin aus dieser Gossenschlampe zu machen“.

Ohne die treusorgende Frau Pearce wäre der Professoren-Haushalt längst im Chaos versunken. Herrlich gab Dorothee Jakubowski ihrer Rolle mit den ständig wechselnden Perücken und der beharrenden Merkel-Raute die Persönlichkeit einer selbstbewussten Frau, die sich aber nicht aus der ichbezogenen Dominanz ihres Herren lösen konnte. Trotz ihrer Bedenken umsorgte sie Eliza, die einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens für ihre Sprachausbildung aufzubringen anbot, um aus ihrer sozialen Schicht aufzusteigen.

Ferdinand Rother verinnerlichte in Vollkommenheit mit seinen struppigen Haaren seine Rolle als Müllkutscher Alfred Doolittle. Breitbeinig seinen proletarischen Stand auslebend, sich zwischen (alkoholischen) Bedürfnissen und moralischen Einwänden windend, - „Moral kann ich mir nicht leisten“, verkaufte er für 50 Pfund seine Tochter, die er bei deren Eintritt nicht wiedererkannte. Mit anmutiger Grazie trat Valentina Sadiku zu ihrer ersten Lektion an, gerade als sich eine Wolke am Himmel verzog und mit der „neuen Eliza“ über der Szene die Sonne aufging.

Der gotische Bogen des Wachhauses bildete den Rahmen für die mühsamen Sprachquälereien Elizas, die in dieser Freiluftaufführung just in dieser Szene nicht nur gegen Higgins' Diktat sondern auch gegen den Schlag der Kirchturmuhr und Feuerwehrsirenen ansprechen musste, bis zum legendären Ausruf: „Mein Gott, jetzt hat sie's!“

Sein neues „Produkt“ wollte Higgins gleich testen und nutzte dafür die Teerunde seiner Mutter. Magdalena Rau spielte die gebildete, stilsichere Dame der höheren Gesellschaft mit Würde und gewinnender Freundlichkeit. Über die Schwächen ihrer Gesprächspartner konnte sie großzügig hinwegsehen. Ihren Sohn wies sie mit mütterlicher Nachsicht zurecht, dezent lud sie die verarmte, doch mit Standesdünkel behaftete Frau Hill (Monika Bugala) ein, doch zuzugreifen, was diese sich schon längst gegrapscht hatte. Deren „rotzfrech“ sich über Konventionen hinwegsetzende Tochter Clara (Clara Cazzanelli), ein leuchtender Farbklecks mit orange Latzhose und blau-metallic gefärbten Haaren, durfte sich im Sessel herumlümmeln, mit Selfie-Stick die Runde im Bild festhalten und alles um sich herum „ätzend“ finden.

Eliza betrat roboterhaft die Tafelrunde im geblümten Hosenanzug, die beiden akademischen Trottel hatten bei der Ausstaffierung versäumt, das Preisschild zu entfernen. In gestelzter Sprache, jeweils die Wortendungen betonend, pflegte Eliza die ihr aufgetragene Konversation, um gelegentlich in ihren Jargon zu verfallen, „die Tante sei an der Grippe krepiert“. In Claras Bruder Fred (Jerome Brunelle) verliebte sie sich auf den ersten Blick.

Drastisch kritisierte Mutter Higgins das unwürdige Experiment: „Ihr seid wie zwei kleine Buben, die mit einer lebenden Puppe spielen.“ Danach bedurfte sie einer Pause und schickte auch die Zuschauer in eine solche. Dorothee Jakubowski band diese jedoch mit einem Geniestreich in die Handlung ein. Die Marktplatzinitiative um Heiderose Raible, Helmut Kipp und Georg Djuga hatten ihre Marktstände aufgebaut , an denen Valentina Sadiku mit den Gästen parlierte und ihre Wandlung zur Aristokratin der Sprache demonstrierte.

Mit rauschhaftem Selbstlob überschütteten sich Higgins und Pikkering bei der Heimkehr, die schmollende Eliza vollkommen ignorierend und in tiefste Demütigung stoßend. Alle körperliche und rhetorische Überlegenheit reichte Higgins nicht mehr, seine Autorität zu wahren. Hätte Sadiku kein einziges Wort gesagt, ihre ausdrucksstarken Augen spiegelten Wut, Verzweiflung, Trauer oder moralische Überlegenheit. Doch ihre bis zur letzte Nuance ausgereifte Sprachtechnik gestaltete diese Szene zur Sternstunde. Gerade sie, die als Kind aus dem Kosovo kam und sich sprachlich ausgegrenzt fühlte, ließ nachfühlen, warum Jakubowski gerade sie aus über 60 Bewerberinnen für diese Rolle ausgewählt hatte.

Vater Doolittle wurde durch äußere Einflüsse in eine höhere Gesellschaftsklasse gespült und trauerte seinem moralärmeren Vorleben nach, schickte sich aber in die Konventionen und heiratete seine „Madame“. In der herrlichen Verkleidung des rüschigen Brautkleides erkannte man erst bei ganz genauem Hinsehen Monika Bugalla, die ihren Alfred mit festem Polizeigriff vor den Altar schleppte.