VORSTELLUNGS-TERMINE
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27.05.2022 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner

73760 Ostfildern | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Lamm

03.07.2022
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner

73072 Donzdorf | 17:00 Uhr !
Hotel Becher

20.07.2022 | Ein Clown entdeckt die Welt
72186 Empfingen | 8:15 und 9:30 Uhr
Grundschule

21.07.2022
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner  OPEN AIR

78073 Bad Dürrheim | 19:00 Uhr
Kurhaus Bad Dürrheim

22.07.2022 | Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner  OPEN AIR

72250 Freudenstadt | 19:00 Uhr
Hotel Teuchelwald


05.08.2022 | Schneewittchen
KINDERPROGRAMM 
OPEN AIR
72250 Freudenstadt | 11:00 Uhr
KijuZ, im Rahmen des Sommerferienprogramms

13.08.2022
| Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner  OPEN AIR
72160 Horb am Neckar-Dettingen | 19:00 Uhr
Gasthof Adler

19.08.2022 | Schneewittchen
KINDERPROGRAMM
72172  Sulz | 15:00 Uhr
Stadthalle, im Rahmen des Sommerferienprogramms

20.08.2022 | Mörderischer Märchenwald
72172 Sulz-Glatt |  20:00 Uhr
Schlosshof


21.08.2022 | Schneewittchen
KINDERPROGRAMM
77761  Schiltach | 16:00 Uhr
Stadtgarten


02.09.2022 | 
Mord im Flecka
Krimi-Dinner  OPEN AIR

79713 Bad Säckingen | 19:00 Uhr
Ringhotel Goldener Knopf

03.09.2022 | Mörderischer Märchenwald
72160 Horb am Neckar 18:00 Uhr
Altes Freibad


04.09.2022
|
Ein Clown entdeckt die Welt
KINDERPROGRAMM
72172 Sulz-Glatt | 16:00 Uhr
Schlossgarten

09.09.2022 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner  OPEN AIR
73734 Esslingen | 19:00 Uhr

Neo Hotel Linde

14.10.2022 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
79856 Hinterzarten | 19:00 Uhr
Henslerhof

12.11.2022 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
73432 Donaueschingen | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant zum Rössle

18.11.2022
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
73432 Aalen | 19:00 Uhr
Das Goldene Lamm

25
.11.2022
| Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner 
79713 Bad Säckingen | 19:00 Uhr
Ringhotel Goldener Knopf

26.11.2022 | Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner 
79539 Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach

27.11.2022
|
Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner 

CH-8001 Zürich | 17:00 Uhr !
Zunfthaus zur Schmiden

08.12.2022 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
72160 Horb-Dettingen | 19:00 Uhr
Gasthof Adler

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08.01.2023 | Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner 
72555 Metzingen | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Schwanen

13.01.2023
Mord im Flecka
Krimi-Dinner 

89073 Ulm | 19:00 Uhr
Gashaus Krone


14
.01.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
71032 Böblingen| 19:00 Uhr
Der Schönaicher Fürst

20.01.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

73342 Bad Ditzenbach | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Talblick

04.02.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
75365 Calw | 19:00 Uhr
Hotel Kloster Hirsau

11.02.2023
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

CH-5000 Aarau | 19:00 Uhr
Hotel Kettenbrücke

18.02.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

72270 Baiersbronn | 19:00 Uhr
Waldknechtshof

03.03.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 
78073 Bad Dürrheim | 19:00 Uhr
Kurhaus

10.03.2023 | Mörderischer Märchenwald
Krimi-Dinner 
72488 Sigmaringen | 19:00 Uhr
Karls Hotel

11.03.2023
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

72417 Jungingen | 19:00 Uhr
Hotel Post


18.03.2023
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

71229 Leonberg | 19:00 Uhr
Amber Hotel

01.04.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

77770 Durbach | 19:00 Uhr
Schloss Staufenberg

21.04.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

73230 Kirchheim unter Teck | 19:00 Uhr
Hotel und Restaurant Fuchsen

22.04.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

79539 Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach


23.04.2023 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner 

73432 Donaueschingen | 17:00 Uhr
Hotel Restaurant zum Rössle



das chamaeleon THEATERWELTEN

KOMA

Horb am Neckar

Gnadenlose und schonungslose Realität

Betroffenheit und Wiedererkennung löste das Theaterstück „Koma“ von Lisa Sommerfeldt bei den Besuchern aus.

Südwestpresse Horb am Neckar  06.12.2018
von Hans-Michael Greiß

01
Eine starke Leistung als hilflose Person zeigte Elisabeth Marion Kaiser in „Koma“ 
Bild: Hans-Michael Greiß

Komasaufen bleibt ein Problem“ warnte Susanne Henning in ihrer Begrüßung die Gäste.
Zusammen mit dem Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe und der Angehörigengruppe hatte ihre Suchtberatungsstelle der Diakonie als Veranstalter Dorothee Jakubowskis Theaterwelten „Das Chamaeleon“ für die Aufführung im Steinhaus gewonnen. Bezogen auf 10000 Jugendliche belege der Landkreis Freudenstadt mit 71,2 Krankenhausaufnahmen wegen Alkoholvergiftung einen traurigen Rekord, Mannheim im Vergleich weise nur 17,6 Fälle auf.
Dank intensiver Werbung hatten Freundeskreise lange Wege auf sich genommen und arrangierten sich mit den eingeschränkten Sichtverhältnissen dieser ungünstigen Spielstätte.

Auf dem flachen Boden lag eine reglose Person, mit Abfällen überhäuft und von leeren Flaschen umringt. Mit herausgeworfenen Wortfetzen und fahrigen Bewegungen wachte ein junges Mädchen aus ihrem Alkoholrausch auf. Orientierungslos die Umgebung eines leeren Weihnachtsmarktparkplatzes ertastend, wechselten kurze Erinnerungsblitze mit Wutausbrüchen und Hasstiraden auf die Schwester Luise, die ihr den verklärten Schwarm Tom ausgespannt hatte. Kaiser gelang in packender Weise, allein in Mimik und sprachlicher Gewandtheit, die geschwisterliche Vertrautheit auf ihre Zuhörer überschwingen zu lassen, eine vor Liebeskummer schluchzende Luise, schmachtend vorgetragene Gedanken an Tom oder die Ekelgefühle über den Vertrauensbruch und die eigene Beschmutzung. Kaisers modulationsreiche Stimme zog alle mit ihrer Intensität in den Bann, sie erfüllte den dunklen Raum; niemand wagte, mit einem Räuspern die Spannung zu stören.
Unzusammenhängend kehrten die Vorfälle des Abends zurück: ein ausartender Wettbewerb im Bier-, Glühwein- und Schnapstrinken. Umgefallen, inmitten des Mülls von allen liegengelassen oder gar missbraucht, denn einige Kleidungsstücke befanden sich nicht an der korrekten Stelle. Eingespielte Stimmenaufnahmen warfen Reaktionen der „Freunde“ ein: Toms pickelnarbiger Freund rühmte sich, noch nie so viel Müll und Dosen aufgehäuft zu haben.
Er wollte die „Mikado Queen“ filmen und ins Netz stellen. In
beklemmender Hilflosigkeit kämpfte sich die Protagonistin mit rasendem Herzen und erstickendem Quietschen auf eine Kiste,
betrachtete und kommentierte von oben den Notarzteinsatz an sich selbst. Ob sie überlebte oder nicht, blieb offen.

„Das Stück eignet sich ideal, das Thema begreifbar zu machen“, leitete Kriminalhauptkommissar Walter Kocheise vom Freudenstädter Referat Prävention die Diskussion ein. Was emotional bei Pubertierenden passiere, wie sie sich aus Selbstüberschätzung und Imponiergehabe in höchstem Maße gefährdeten, bringe dieses Theaterstück im verständlichen Ton nahe.
Susanne Henning sah die Situationen realistisch wiedergegeben, wie sie sie erlebte, wenn sie
auffällig gewordenen Kindern und deren Eltern Hilfe anbiete. Solche Situationen zu besprechen und die Betroffenen herauszuholen, bezeichnete sie als mühselige Arbeit.
Horb und anderswo
Regisseurin Dorothee Jakubowski fand dieses Stück wertvoll, denn es zeige „ein Mädchen von nebenan, das erlebe, was jeden treffen kann“. Das offene Ende sei beabsichtigt, obwohl es manche Betrachter in den Schulen überfordere. Doch eine Person, die sich auf Alkohol einlasse, wisse nicht, wie es ende. „Die Realität ist gnaden- und schonungslos“, dies drücke das Stück hautnah aus. So könne es sich auf jedem Weihnachtsmarkt in Horb und anderswo abspielen.

Michael Schlemmer, der mit einer stattlichen Gruppe der Suchtkrankenhilfe Aldingen angereist war, vermisste Eltern mit 16-jährigen Kindern unter den Besuchern. Gerade diesen gelte die Aufklärung, welche Gefahren im frühen Alkoholmissbrauch liegen und wie sie eskalieren. Er sehe eine steitg sinkende Hemmschwelle der Einsteiger. Wenn sich einmal ein Alkoholgedächtnis gebildet habe, sei die Rückfallgefahr immens, die Sucht schon im vollen Gange, Wohlgefühl nur noch beim Bierflaschengeräusch zu spüren. Weitere Diskutanten äußerten sich freimütig, erst durch Therapien den Ausstieg aus dem Teufelskreis gefunden zu haben. Darum engagierten sie sich in Selbsthilfegruppen zur Warnung für andere in einer Welt, die zunehmend egoistisch geworden sei. Besoffene Menschen in hilfloser Lage brauchten kein unbeteiligtes Wegsehen oder zynische Bemerkungen, halt Pech gehabt zu haben, sondern Rettung und Hilfe von fachlich geschulten Kräften. Susanne Henning hob die Selbsthilfegruppen als positive Beispiele heraus, die mitmenschliches Interesse aneinander zeigten.
Dorothee Jakubowski berichtete, wie sie von Sommenfeldts Text, den sie „packend schnell gelesen“ hätte, geradezu in die Darstellung hineingezogen wurde. Das Stück bewerte nicht; es beschreibe lediglich, wie es sein könnte, darum berühre es die Zuschauer.
... Während eines Sprechertrainings bei Andreas Schnell entdeckte dieser die weite Gefühlspalette und das ausgeprägte Talent der jungen Künstlerin Elisabeth Marion Kaiser, die sich in nur zwei Monaten Jakubowskis Regiekonzept und den 45-minütigen Monolog einprägte.

Für ihr Theaterprojekt „Koma“ wurde den Dettinger Theaterwelten bereits manche Wertschätzung zuteil, nach den Aufführungen an Schulen beschäftigten sich die Jugendlichen noch lange mit der gezeigten Situation des Mädchens. Der Jugendfonds des Landkreises Freudenstadt bewertete das Stück als so bedeutsam, dass er einen Förderbetrag für sechs Aufführungen bewilligte, den Prinzipalin Dorothee Jajubowski von den Theaterwelten „Das Chamäleon“ den Veranstaltern bei der Buchung zugute kommen lässt.