VORSTELLUNGS-TERMINE
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29.05.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79539 Lörrach

Hotel Stadt Lörrach

30.05.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N. | 18:00 Uhr
Halle 16


19.06.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER

78727 Oberndorf | 15:00 Uhr
Klosterhof

19.06.2026
 | DER ENTAKLEMMER

12. THEATERSOMMER
78727 Oberndorf | 20:00 Uhr
Klosterhof

27.06.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79650 Schopfheim | 19:00 Uhr
Hotel Restaurant Löwen


12.07.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72189 Vöhringen | 14:00 Uhr
Rondell, bei Regen Tonauhalle

12.07.2026 | DER ENTAKLEMMER
12. THEATERSOMMER
72189 Vöhringen | 19:30 Uhr
Rondell, bei Regen Tonauhalle


18.07.2026
 | MOMO  
PREMIERE
12. THEATERSOMMER
72160 Horb am Neckar | 18:00 Uhr
Marktplatz

19.07.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
72160 Horb am Neckar | 18:00 Uhr
Marktplatz

01.08.2026
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
68723 Schwetzingen | 19:00 Uhr

Welde Brauhaus

22.08.2026 | MOMO
12. THEATERSOMMER
Sommerferienprogramm der Stadt Horb
72160 Horb-Hohen Dießen  | 18:00 Uhr
Burgruine
Bei Regen: Beim Gemeindesaal

28.08.2026 | MOMO
Sommerferienprogramm der Stadt Sulz
12. THEATERSOMMER

72172 Sulz a.N.-Glatt | 19:30 Uhr!
Schlosshof

29.08.2026
 | MOMO

Sommerferienprogramm der Stadt Sulz
12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 19:30 Uhr!
Schlosshof

30.08.2026 | Der Grüffelo
FAMILIENPROGRAMM
Sommerferienprogramm der Stadt Sulz

12. THEATERSOMMER
72172 Sulz a.N.-Glatt | 16:00 Uhr
Schlossgarten

19.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
70173 Stuttgart | 19:00 Uhr
Steigenberger Graf Zeppelin

23.09.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
76356 KA-Weingarten | 19:00 Uhr
Alte Brauerei

25.09.2026
| Tödliche Vergangenheit

Krimi-Dinner
98584 Ehingen-Berg | 19:00 Uhr
Landgasthof & Hotel Zur Rose


26.09.2026 | Der Grüffelo
BÜCHERMARKT Horb
FAMILIENPROGRAMM
12. THEATERSOMMER
72160 Horb a.N.| 14:00 Uhr
Flößerwasen,
bei Regen im Kulturhaus Kloster Horb

15.10.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72072 Tübingen| 19:00 Uhr
Japengo


17.10.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
77793 Gutach | 19:00 Uhr

Weber´s Esszeit

23.10.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
73054 Eislingen | 19:00 Uhr
Kitchen Events

31.10.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
73432 Aalen | 19:00 Uhr
Das goldene Lamm

01.11.2026
|
Tödliche Vergangenheit

Krimi-Dinner
71263 Weil der Stadt | 19:00 Uhr
Landgasthof 1610


08.11.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79848  Bonndorf-Holzschlag | 17:00 Uhr

Gasthaus Krone-Holzschlag

20.11.2026
|
Tödliche Vergangenheit

Krimi-Dinner
79539  Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach


29.11.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
CH 9500 Wil | 17:00 Uhr

Hof zu Wil

03.12.2026
| Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
89073 Ulm | 19:00 Uhr
Krone

06.12.2026 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
89073 Freiburg | 19:00 Uhr
Gasthaus zum Löwen


09.12.2026
| Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
76356 KA-Weingarten | 19:00 Uhr
Alte Brauerei


16.12.2026 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
78549 Spaichingen | 19:00 Uhr

Alte Halle Eventlocation

17.12.2026
|
Tödliche Vergangenheit

Krimi-Dinner
71272 Renningen | 19:00 Uhr

Hotel Restaurant Zehn Brunnen


15.01.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
72488  Sigmaringen | 19:00 Uhr

Zum Marstall Restaurant

24.01.2027 Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
CH-9500 Wil | 17:00 Uhr

Hof zu Wil


29.01.2027
 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72534 Hayingen | 19:00 Uhr

Flair Hotel Gasthof Hirsch

31.01.2027
 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
70173 Stuttgart | 19:00 Uhr
Steigenberger Graf Zeppelin


19.02.2027
 | 
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
88447 Biberach an der Riß | 19:00 Uhr
Motorworld Inn Warthausen

20.02.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
73432 Aalen | 19:00 Uhr
Das goldene Lamm


26.02.2027 
|
Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
79539 Lörrach
Hotel Stadt Lörrach


11.03.2027
 | 
Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
79618 Rheinfelden | 19:00 Uhr
Schloss Beuggen


12.03.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
CH-6315 Raten | 19:00 Uhr

14.03.2027 
| Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
71263 Weil der Stadt | 19:00 Uhr
Landgasthof 16


11.04.2027 |Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
CH-9500 Wil | 17:00 Uhr

Hof zu Wil

15.04.2027 
|
Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
70569  Stuttgart | 19:00 Uhr

Kulinarum an der Glems  

16.04.2027 
|
Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
79539  Lörrach | 19:00 Uhr
Hotel Stadt Lörrach

17.04.2027 
|
Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
79865 Grafenhausen-Rothaus | 19:00 Uhr

Brauereigasthof Rothaus GmbH

28.04.2027 | Faustdickes Verbrechen
Krimi-Dinner
71272 Renningen | 19:00 Uhr

Hotel Restaurant Zehn Brunnen

08.05.2027 
|
Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
78532 Tuttlingen | 19:00 Uhr

LÉGÈRE

12.06.2027 Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
78532 Tuttlingen | 19:00 Uhr

LÉGÈRE


17.06.2027 
| Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
89073 Ulm | 19:00 Uhr
Krone


19.06.2027 | Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72488  Sigmaringen | 19:00 Uhr

Zum Marstall Restaurant


14.08.2027 
| Faustdickes Verbrechen

Krimi-Dinner
72160 Horb a.N. | 19:00 Uhr
Gasthof Adler

12.11.2027 Tödliche Vergangenheit
Krimi-Dinner
72072 Tübingen | 19:00 Uhr
Japengo

das chamaeleon THEATERWELTEN

KOMA

Horb am Neckar

Gnadenlose und schonungslose Realität

Betroffenheit und Wiedererkennung löste das Theaterstück „Koma“ von Lisa Sommerfeldt bei den Besuchern aus.

Südwestpresse Horb am Neckar  06.12.2018
von Hans-Michael Greiß

01
Eine starke Leistung als hilflose Person zeigte Elisabeth Marion Kaiser in „Koma“ 
Bild: Hans-Michael Greiß

Komasaufen bleibt ein Problem“ warnte Susanne Henning in ihrer Begrüßung die Gäste.
Zusammen mit dem Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe und der Angehörigengruppe hatte ihre Suchtberatungsstelle der Diakonie als Veranstalter Dorothee Jakubowskis Theaterwelten „Das Chamaeleon“ für die Aufführung im Steinhaus gewonnen. Bezogen auf 10000 Jugendliche belege der Landkreis Freudenstadt mit 71,2 Krankenhausaufnahmen wegen Alkoholvergiftung einen traurigen Rekord, Mannheim im Vergleich weise nur 17,6 Fälle auf.
Dank intensiver Werbung hatten Freundeskreise lange Wege auf sich genommen und arrangierten sich mit den eingeschränkten Sichtverhältnissen dieser ungünstigen Spielstätte.

Auf dem flachen Boden lag eine reglose Person, mit Abfällen überhäuft und von leeren Flaschen umringt. Mit herausgeworfenen Wortfetzen und fahrigen Bewegungen wachte ein junges Mädchen aus ihrem Alkoholrausch auf. Orientierungslos die Umgebung eines leeren Weihnachtsmarktparkplatzes ertastend, wechselten kurze Erinnerungsblitze mit Wutausbrüchen und Hasstiraden auf die Schwester Luise, die ihr den verklärten Schwarm Tom ausgespannt hatte. Kaiser gelang in packender Weise, allein in Mimik und sprachlicher Gewandtheit, die geschwisterliche Vertrautheit auf ihre Zuhörer überschwingen zu lassen, eine vor Liebeskummer schluchzende Luise, schmachtend vorgetragene Gedanken an Tom oder die Ekelgefühle über den Vertrauensbruch und die eigene Beschmutzung. Kaisers modulationsreiche Stimme zog alle mit ihrer Intensität in den Bann, sie erfüllte den dunklen Raum; niemand wagte, mit einem Räuspern die Spannung zu stören.
Unzusammenhängend kehrten die Vorfälle des Abends zurück: ein ausartender Wettbewerb im Bier-, Glühwein- und Schnapstrinken. Umgefallen, inmitten des Mülls von allen liegengelassen oder gar missbraucht, denn einige Kleidungsstücke befanden sich nicht an der korrekten Stelle. Eingespielte Stimmenaufnahmen warfen Reaktionen der „Freunde“ ein: Toms pickelnarbiger Freund rühmte sich, noch nie so viel Müll und Dosen aufgehäuft zu haben.
Er wollte die „Mikado Queen“ filmen und ins Netz stellen. In
beklemmender Hilflosigkeit kämpfte sich die Protagonistin mit rasendem Herzen und erstickendem Quietschen auf eine Kiste,
betrachtete und kommentierte von oben den Notarzteinsatz an sich selbst. Ob sie überlebte oder nicht, blieb offen.

„Das Stück eignet sich ideal, das Thema begreifbar zu machen“, leitete Kriminalhauptkommissar Walter Kocheise vom Freudenstädter Referat Prävention die Diskussion ein. Was emotional bei Pubertierenden passiere, wie sie sich aus Selbstüberschätzung und Imponiergehabe in höchstem Maße gefährdeten, bringe dieses Theaterstück im verständlichen Ton nahe.
Susanne Henning sah die Situationen realistisch wiedergegeben, wie sie sie erlebte, wenn sie
auffällig gewordenen Kindern und deren Eltern Hilfe anbiete. Solche Situationen zu besprechen und die Betroffenen herauszuholen, bezeichnete sie als mühselige Arbeit.
Horb und anderswo
Regisseurin Dorothee Jakubowski fand dieses Stück wertvoll, denn es zeige „ein Mädchen von nebenan, das erlebe, was jeden treffen kann“. Das offene Ende sei beabsichtigt, obwohl es manche Betrachter in den Schulen überfordere. Doch eine Person, die sich auf Alkohol einlasse, wisse nicht, wie es ende. „Die Realität ist gnaden- und schonungslos“, dies drücke das Stück hautnah aus. So könne es sich auf jedem Weihnachtsmarkt in Horb und anderswo abspielen.

Michael Schlemmer, der mit einer stattlichen Gruppe der Suchtkrankenhilfe Aldingen angereist war, vermisste Eltern mit 16-jährigen Kindern unter den Besuchern. Gerade diesen gelte die Aufklärung, welche Gefahren im frühen Alkoholmissbrauch liegen und wie sie eskalieren. Er sehe eine steitg sinkende Hemmschwelle der Einsteiger. Wenn sich einmal ein Alkoholgedächtnis gebildet habe, sei die Rückfallgefahr immens, die Sucht schon im vollen Gange, Wohlgefühl nur noch beim Bierflaschengeräusch zu spüren. Weitere Diskutanten äußerten sich freimütig, erst durch Therapien den Ausstieg aus dem Teufelskreis gefunden zu haben. Darum engagierten sie sich in Selbsthilfegruppen zur Warnung für andere in einer Welt, die zunehmend egoistisch geworden sei. Besoffene Menschen in hilfloser Lage brauchten kein unbeteiligtes Wegsehen oder zynische Bemerkungen, halt Pech gehabt zu haben, sondern Rettung und Hilfe von fachlich geschulten Kräften. Susanne Henning hob die Selbsthilfegruppen als positive Beispiele heraus, die mitmenschliches Interesse aneinander zeigten.
Dorothee Jakubowski berichtete, wie sie von Sommenfeldts Text, den sie „packend schnell gelesen“ hätte, geradezu in die Darstellung hineingezogen wurde. Das Stück bewerte nicht; es beschreibe lediglich, wie es sein könnte, darum berühre es die Zuschauer.
... Während eines Sprechertrainings bei Andreas Schnell entdeckte dieser die weite Gefühlspalette und das ausgeprägte Talent der jungen Künstlerin Elisabeth Marion Kaiser, die sich in nur zwei Monaten Jakubowskis Regiekonzept und den 45-minütigen Monolog einprägte.

Für ihr Theaterprojekt „Koma“ wurde den Dettinger Theaterwelten bereits manche Wertschätzung zuteil, nach den Aufführungen an Schulen beschäftigten sich die Jugendlichen noch lange mit der gezeigten Situation des Mädchens. Der Jugendfonds des Landkreises Freudenstadt bewertete das Stück als so bedeutsam, dass er einen Förderbetrag für sechs Aufführungen bewilligte, den Prinzipalin Dorothee Jajubowski von den Theaterwelten „Das Chamäleon“ den Veranstaltern bei der Buchung zugute kommen lässt.